Author: Susanne Huber (page 1 of 2)

Unperfekt – und nicht perfekt. Aber gut genug.

Leonie Bradatsch, SMI Studentin

Böse Zungen würden wahrscheinlich so weit gehen, mich als hoffnungslosen Fall abzustempeln. Ich bin unperfekt. Ich bin so unperfekt, dass mein Nagellack manchmal etwas abblättert oder gar einzelne Nägel ganz blank liegen. Ich bin so unperfekt, dass ich sogar Dinge vergesse, Dinge, die kein anderer auf der ganzen weiten Welt jemals vergessen würde. Meine Kleider haben oft lange und – wohlgemerkt- unbemerkt Löcher und ich laufe einfach so rum. Und ich habe Pickel! Irgendetwas an mir ist immer unperfekt. Und allmählich fange ich an, drauf zu… pardon. Es ist eine Farce, ja! Aber ich steh dazu.

Continue reading

Schulmusikforum 2019

Rückblick auf drei Weiterbildungstage in Bern

Bereits zum 16. Mal ruft das Schulmusikforum Bern interessierte Musiklehrkräfte zusammen um über neue Unterrichtsmethoden und Inhalte zu informieren. Referent*innen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich präsentieren ihr musikalisches Steckenpferd. 

Etienne Abelin stellt eine Musiksoftware vor, mit der er partiturbezogene Musikvisualisierungen vornehmen kann: Music:Eyes. Im Musikunterricht auf der Oberstufe kann ich mir den Einsatz sehr gut vorstellen. Die SuS laden die einzelnen Spuren eines Songs ins Programm und gestalten selbst Form und Farbe. So kann ein Stück akustisch und visuell zum Vergnügen werden.

Damit eröffnet er die Veranstaltung an der rund 450 Lehrpersonen aller Unterrichtsstufen (KIGA bis SMII) teilnehmen. Das Programm kann sich jede*r Teilnehmende spontan vor Ort selbst zusammenstellen. Man wählt zwischen 8 Kursen am Vormittag aus – so auch am frühen und späteren Nachmittag. Eine verbindliche Anmeldung zum jeweiligen Workshop ist nicht nötig. Erstaunlicherweise pendelt sich die Teilnehmendenzahl gut ein. 

Continue reading

Flashback “Praxistag Schulmusik 2019”

Beim diesjährigen Praxistags beschäftigten wir uns mit folgender Fragestellung: Wie bringen wir den Pop-Klang in unsere Chöre und Schulklassen?

Fritz Mader führte am Vormittag in die Chorarbeit ein und zeigte Möglichkeiten auf, mit ungeübten Stimmen im Pop-Chor zu arbeiten. Körperlich und stimmlich versetzte er alle in Bewegung. Als Einstimmung begleitete er alle Teilnehmer*innen mit groovigen Pianopattern.

Er verlagerte den Fokus abwechslungsweise auf den Rhythmus, die Bewegung, Betonungen im Takt, auf Inhalt und Ausdruck. Fritz verzichtete zu Beginn ganz bewusst auf Detailarbeit. Als Chorsänger*innen erzählen wir Geschichten. Sobald wir uns dessen bewusst sind, wird auch der Klang authentisch. Exakte Aussprache, Intonation, stiltyphische Prasierung und Vocal Balance korrigierte er erst in einer späteren Phase. Die Teilnehmer*innen liessen sich mitreissen und spiegelten die Inputs mit viel Enthusiasmus.

Continue reading

Interview mit Zoltán Szalatnay

Woran arbeitest du gerade?

Im Moment bereite ich das Fachdidaktikmodul „Singen mit der Klasse“ für die PHZH vor. Ich bin dort seit zwei Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Musik auf der Sekundarstufe 1 tätig, unterrichte «Schulpraktische Liedbegleitung»  auf dem Piano und Fachdidaktikmodule wie «Coaching im Quartalspraktikum». Ein Modul durfte ich von Grund auf neu entwickeln: «Zugänge zu populärer Musik». An diesem Thema bin ich seit fast zehn Jahren intensiv am forschen. Das ist äusserst spannend.

Das Chorprojekt mit meinem Schülerchor an der Oberstufenschule Wädenswil ist auch in vollem Gange. Es findet dieses Jahr zum 24. Mal statt. Im Juni treten die jeweils knapp hundert Schülerinnen und Schüler nach einer Probewoche an zwei Abenden auf. Das sind jeweils etwa 18 Songs, die ich und meine Kollegin Andrea Stocker arrangieren. Nächstes Jahr werden wir etwas ganz Neues in Angriff nehmen, um der Routine, die sich eingeschlichen hat zu entkommen. Wir entwickeln gerade ein interdisziplinäres Konzept für ein Kunstprojekt an unserer Schule.

Continue reading

Neues Unterrichtsmaterial

Die SMI Studierenden haben Bandarrangements zusammengestellt. Ihr findet diese unter «Instrumental».

Die Klassenmusizier-Werkstatt von Sebi Ott ist ebenfalls dort abgelegt. 

Und die Rhythmus-Werkstatt von ihm ist unter «Angewandte Musiktheorie» zu finden. So können die SuS individuell im eigenen Tempo lernen.

Viel Erfolg!

Interview mit Esther Wild Bislin

Liebe Esther, vor Kurzem hast du die Pop-Kantate «Das Licht der Welt» für das Reformationsjubiläum mit Chor und Orchester uraufgeführt. Dein Partner schrieb die Musik, du hast die Gesamtleitung des Projekts übernommen. Wie geht’s nun weiter?

Nach einer Pause haben wir das Werk nochmals aufgeführt. Das war überaus spannend. Ich habe dies als Neuentdeckung empfunden. Das hat mich enorm motiviert. 

Grössere Projekte stehen im Moment nicht an. Die Jahresplanung ist in Arbeit.  Ich plane gerne weit voraus, möchte aber immer offen und hellhörig bleiben, um spontan auf Anlässe reagieren zu können. 

Du hast vor vielen Jahren das Schulmusikstudium an der ZHdK abgeschlossen. Woran erinnerst du dich? 

Ich durfte viele Einzelfächer belegen: Saxophonunterricht, Gesangs- und Klavierstunden, Improvisation. Davon konnte ich stark profitieren. Das Angebot empfand ich als sehr grosszügig. Auch Solmisation und Dirigieren haben mich enorm weitergebracht. Continue reading

Interview mit Manuel Hengartner

Woran arbeitest du gerade?

Fürs Herbstforum in der OLMA Halle, bei dem 1000 Teilnehmer_innen im Publikum sitzen, präsentieren wir mit der Schülerband (33 Teenager) 4 neue Songs. Dazu erstelle ich zu einem Song eine Videoprojektion des Schülerchors aus unserer Oberstufe Schönau St.Gallen, bei der 200 Schüler und SchülerInnen teilnehmen. Die Schülerband spielt live dazu. Das ist für die Schüler_Innen ein grosses Erlebnis, in der riesigen Halle auftreten zu dürfen.

Continue reading

Künstliche Musik – Musikkunst?

Musikroboter – Robotermusik

Meine erste Begegnung mit Robotik war vor ca. 20 Jahren, als ich ein Austauschsemester in Pittsburgh absolvieren durfte. Ich lernte einen Studenten der Carnegie Mellon University kennen, der sich mit Robotern beschäftigte. Er versuchte einen Roboter zu kreiieren, der sich an das Leben von 15 Hühnern anpasste. Er lernte ihre Gangart kennen und imitierte ihre Geräusche. Ziel war es, dass den Hühnern die Angst vor ihm zu nehmen. Ob es ihm gelang, erfuhr ich leider nicht mehr. 

Bild: Iko Freese / drama-berlin.de

Die Technik sucht vehement, unser Leben zu vereinfachen. Roboter sollen es effizienter machen. Wie sieht dies in der Musik aus?

In den letzten fünf Jahren haben sich die Artikel im Internet vervielfacht. Übertitel wie «Künstliche Intelligenz komponiert Musik im Stil der Beatles» 1)https://www.mobilegeeks.de/artikel/sony-kuenstliche-intelligenz-komponiert-musik-im-stil-der-beatles/, «ETH-Roboter tanzt zu Musik» 2)https://www.tagesanzeiger.ch/ETH-Roboter-tanzt-zu-Musik/story/22858314, «Roboter Myon spielt in der Berliner Oper» 3)Myon – ein Roboter als Opernstar: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Oper-mit-Roboter-Myon-in-der-Hauptrolle-2729581.html; https://www.youtube.com/watch?v=TnfnbTUitac zeugen davon. Man findet auch Artikel wie «Der bessere Lehrer» 4)https://www.zeit.de/2015/37/roboter-lehrer-schulen-japan. 

Continue reading

References   [ + ]

Interview mit Miguel Camero

> Salut Miguel, wie bist du zum Beatboxen gekommen?

Ich habe mit 8 Jahren begonnen, Geräusche zu imitieren. Michael Winslow in Police Academy hat mir wahnsinnig imponiert. Der Startschuss für meine Beatboxkarriere war aber ein Beatboxstück von Vanilla Ice. Ich hab ununterbrochen geübt. Auch Turbo B von Snap und Rahzel (der GodFather of Noise) waren grosse Vorbilder für mich. Michel Courtemanche bewunderte ich für sein Talent als Komiker. Sie alle haben mich geprägt.

Aber Beatboxen alleine kann fürs Publikum monoton werden. Ich setze auf Beatboxen, Comedy und Loopen. So kann ich Kindergartenkids und Erwachsene einen Abend lang unterhalten.

> Hast du musikalische Vorbilder?

Bobby McFerrin ist nach wie vor ein grosses musikalisches Vorbild für mich.

Continue reading

Neues Unterrichtsmaterial

Wir haben neues Material für euch! Tamara Kiener, SMI/III Studentin stellt uns ihre transkribierten Popsongs zur Verfügung. Herzlichen Dank, Tamara! Ihr findet die Songs unter «Vokal». Continue reading

Older posts

© 2019 MAX

Theme by Anders NorenUp ↑