Category: Studium (Page 1 of 3)

Zwei verschiedene Länder: Hat der Musikunterricht die gleiche Wichtigkeit?

Gastbeitrag von Cecilia Knöpfli, SMI Studentin im 2. Ausbildungsjahr

Seit ich begonnen habe in der Schweiz Musikpädagogik zu studieren, erinnere ich mich ständig daran, wie der Musikunterricht in meiner Schulzeit in Chile war. In der Grundschule wurden uns die verschiedenen Instrumente der lateinamerikanischen Musik beigebracht, wie zum Beispiel die Zampoña (auf Deutsch Panflöte – die wir aus PVC-Rohren herstellen mussten). Ausserdem lernte ich das Charango, den Bombo und natürlich die Gitarre kennen. Aber in Wirklichkeit haben wir nie gelernt, sie zu spielen. Wir haben hauptsächlich gesungen und manchmal Blockflöte und Xylophon gespielt. 

Als ich begann, mich zu erinnern, welche Lieder ich gelernt hatte, wurde mir klar, dass sie alle auf Spanisch (meiner Muttersprache) sind. Dann fällt mir ein, dass sie alle Chilenen waren (mein Herkunftsland) und dass sie alle Klassiker der Folklore waren. 

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Musizieren im Lockdown

Gastbeitrag von SMI Student Roberto Marques im 2. Ausbildungsjahr

Corona kam für die meisten Menschen schnell und unerwartet, daher mussten neue Wege und neue Techniken extrem schnell entwickelt werden. Ich selbst hatte einige Schwierigkeiten damit, verschlossen in den eigenen vier Wänden, produktiv und speditiv zu arbeiten. Jedoch bin ich der Meinung, dass der Lockdown durch den COVID-19 Virus nicht nur schlechte Seiten hatte. Diese Situation hat uns Menschen dazu gezwungen neue Alternativen zu finden und alte Muster zu überdenken, auch die Geschehnisse mussten schneller analysiert und bewertet werden. Wie für andere Musiker*innen, war auch für meine Band ,,Ambaroots’’ die Corona-Krise eine Herausforderung. Konzerte wurden abgesagt, finanzielle Einnahmen dadurch reduziert und die Unsicherheit bezüglich der Proben und dessen Sinnhaftigkeit wurde unter diesen Umständen hinterfragt.

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Digitale Lehrprojekte aus dem Modul «Neue Medien im Musikunterricht»

Das Modul «Neue Medien im Musikunterricht» war im vergangenen Coronasemester plötzlich von ganz besonderer Aktualität. Normalerweise erarbeiten die Studierenden im Frühlingssemester im Rahmen dieses Modules individuelle Projekte im pädagogischen Kontext, bei denen Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Neuen Medien im Unterrichtskontext ausgelotet werden. Nun wurde plötzlich zu Beginn der gesamte Unterricht, den die Studierenden erteilen und erhalten sollten auf einen Schlag digitalisiert.

Obwohl dadurch das Lernziel des Semesters automatisch auf das ganze Lern- und Lehrleben ausgeweitet war, verfolgten die vier Studierenden weiter ihre geplanten Projekte und beobachteten umso aufmerksamer, wie sich Ideen, Umsetzung und Ergebnisse durch das gänzlich «kontaktlose» Distant Learning veränderten.

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Interview mit Yi

Im Herbstsemester 2019/20 studierte Yi Tang als Austauschstudentin an der ZHdK im BA Musik und Bewegung. Aufgewachsen ist sie in Chengdu, China. Sie wurde in den USA geboren und ihr englischer Name ist Charice.

Yi auf der Dachterrasse des Toni-Areals

Ich studiere Elementare Musikpädagogik an der HMDK Stuttgart und bin gerade im 7. Semester. Früher habe ich Geige studiert, allerdings aufgrund einer Krankheit an meinem Handgelenk das Studium unterbrochen. Ich werde das Studium wieder aufnehmen nach meinem Bachelor Abschluss in EMP.

Wie lange warst du in Zürich?

Vom September 2019 bis Januar 2020.

Warum hast du dich für die Schweiz entschieden?

Ich war noch nie in der Schweiz und hatte sehr wenig Kenntnis von diesem Land. Ich bin so ein Mensch, der sich immer begeistert, neue Sachen auszuprobieren und an einem fremden Ort zu leben, deshalb habe ich mich sehr spontan für ein Auslandssemester beworben.

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Eine grosse Band – ein einziger Musiker

Gastbeitrag von César Lahuatte, SMI Student im 1. Ausbildungsjahr

In Ecuador ist die Latinmusik alltäglich präsent und hat mich seit meiner Kindheit stark geprägt. Dank meiner Verwandten trat ich mit 9 Jahren in eine Musikschule ein und habe seither verschiedenste Instrumente, aber vor allem die Trompete gelernt. Um diese Leidenschaft mit einer beruflichen Laufbahn zu verknüpfen, habe ich dann in Ecuador Tontechniker studiert und nebenbei mein eigenes Homestudio aufgebaut. Bereits vor dem Studium habe ich mich für Tonaufnahmen und Arrangieren von Stücken interessiert und mir einige Grundkenntnisse selbst beigebracht.

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Flashback Praxistag 2020

«Der singende Goldfisch war an allem Schuld. Er war es, der den Chor mit dem Virus infizierte. Ein gefährlicher Krankheitserreger sorgte dafür, dass man nicht mehr aufhören konnte zu singen. Es musste ganz viel passieren, bis man einsah, dass diese «Krankheit» ja gar nicht schlimm war, solange man ein Pianissimo beherrschte…»

Klar, Sie wissen nun nicht, worum es geht. Pamela Dürr hat mit den Praxistag-Teilnehmenden adhoc eine Operette entworfen. Nach dem Grundmuster der dramatischen Struktur nach Syd Field (Paradigma) kitzelte sie fantastische Storyideen aus den Schulmusiker_innen heraus. Pamela Dürr lebte die viel zitierte Partizipation. Jeder von uns brachte Ideen, Figuren und Handlungen in die Geschichte mit ein. Die Wirkung war verblüffend. Man wurde Teil des Ganzen – fühlte sich verantwortlich und wichtig.

Raindrops are falling
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Ländler, Rap und Gangnam Style: “Weltmusik” im Wandel der Zeit

Gastbeitrag von Hannes Liechti

Was ist «Weltmusik»? Musik, die überall auf der Welt gespielt wird? Musik, die aus fernen Weltregionen zu uns dringt? Oder gar Musik, die universell von allen Bewohner*innen dieser Welt verstanden wird? In diesem Beitrag skizziert der Musikethnologe Hannes Liechti (Norient) die Geschichte der «Weltmusik» und verdeutlicht die ambivalente Bedeutung und Verwendung des Begriffs. Daraus und aus der Diskussion von vier Beispieltracks lassen sich nicht zuletzt erste Perspektiven für den Umgang mit sogenannter Weltmusik im Unterricht gewinnen.

Was ist «Weltmusik»?

Eine erste Annäherung an diese Frage führt über Musikbeispiele. Die eingebundene Playlist ist eine heterogene Sammlung mehr oder weniger zufällig ausgewählter Songs und Tracks. Die Liste könnte ungleich länger sein, es soll hier einzig um die Beispielhaftigkeit der versammelten Tracks gehen. Wenn man denn so möchte, könnten alle diese Tracks als «Weltmusik» bezeichnet werden. Es bleibt jedoch bei der Möglichkeitsform, einen Konsens gibt es hier nicht. Schwyzerörgli-Musik würde wohl meist als traditionelle Musik aus dem Alpenraum bezeichnet werden und in «Norwegian Wood» (1965) spielt George Harrison zwar eine indische Sitar, doch verkörpern die Beatles klassische Pop- oder Rock-Musik par excellence. Auch die Kollaboration «Dounia» (2003) zwischen den Berner Mundart-Rappern Greis und Baze und dem in Bern lebenden Raï-Sänger Samir Essahbi würde wohl von den meisten Rezipient*innen als Rap eingestuft.

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Neue Medien im Musikunterricht

Beitrag von Luca Magni, Student MA Schulmusik I

Neue Medien im Musikunterricht waren für lange Zeit ein heisses Diskussionsthema. Bis zu dem Moment, in dem man sie nicht mehr als “neu” bezeichnen konnte.

Die Revolution für die Musikindustrie kam mit der Einführung des Tonbandgerätes 1945. Mit diesem konnte der aufgenommene Ton gestaltet werden. Endlich konnte man mit den eigenen Händen Operationen wie “Cut, Copy, Paste” durchführen. Aber das war 1945, ist also eine Weile her. Was passiert heutzutage in der Schule?

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Rock’n’Roll singende Chöre und ein klirrendes Klassenzimmer

Ein Gastbeitrag von Xenia von Werra, SMI-Studentin der ZHdK

Aufgewachsen zwischen klassischem Klavier, Strassenmusik im Süden und Rock’n’Roll Musik wurde wohl mein Leben geprägt und geformt.

Seit früher Kindheit brenne ich für die Musik der 60er/70er Jahre. Sie lief damals in unserem Haus auf- und abwärts. Dies beeinflusste mich und wurde schon früh zu einem wichtigen Teil meines Lebens. 

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Ein kleiner Reisebericht: Erlebnisse, die ich dank der Musik in Westafrika machen konnte.

Gastbeitrag von Manuel Siebs, Student Master Schulmusik I

Seit meiner Kindheit fasziniert mich die westafrikanische Trommelmusik. Nebst dem regulären Unterricht besuchte ich diverse Workshops bei verschiedenen Lehrern. Als ich mich entschied, meine Passion zu meinem Beruf zu machen, zog ich von der Ostschweiz nach Bern. Dort kam ich schnell in Kontakt mit Musikern aus dem Senegal. 

Die herausragenden Musiker hiessen mich mit offen Armen willkommen. So musizierten wir fast täglich zusammen in Tanzkursen, an Konzerten, in Workshops oder auf der Strasse. Im Alter von 20 Jahren reiste ich im Februar 2008 mit Abou Konté das erste Mal in sein Heimatland Senegal. Vom Afrikafieber gepackt, folgten vier weitere Reisen in den Senegal, Mauretanien sowie Burkina Faso.

Die Erfahrung an Hochzeiten, Taufen und diversen anderen Festen zu spielen ist bis heute einzigartig. Zu sehen und zu erleben, wie die Musik Bestandteil des Lebens in Westafrika ist, war einfach grossartig.

Ich mit der Familie von Mory
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