Die Schulen sind geschlossen. Lehrpersonen können nicht mehr live unterrichten. Wie sieht der digitale Musikunterricht aus?

Roger Hürlimann unterrichtet an der Oberstufe und beantwortet unsere Fragen zur Musikvermittlung.

Wie unterrichtest du gerade? Über Teams

Verwendest du Zoom oder Schabi? Nein

Erteilst du Arbeitsaufträge? Ja, ich habe bereits verschieden Aufträge selber erstellt und den SuS/Klassen verteilt.

Wie bist du mit den Schüler*innen in Kontakt? Über Teams (Chat), Mail und Smartphone.

Wie sind die Rückmeldungen deiner Schüler*innen?

Grundsätzlich positiv, da es für viele eine technische Herausforderung ist Aufträge hochzuladen etc. geht alles etwas länger. Aber die SuS scheinen Spass an den Aufträgen zu haben.

Deine Tipps zum E-Learning?

Geduld und klare einfach Aufträge/Anweisungen erstellen. Klare Auftrags- Arbeitsblätter. Nachfragen, nachhaken und auch ermahnen, so wie im normalen Alltag. 😉

Das Angebot an niederschwelligen Angeboten (Youtube, Apps, …) wächst stündlich: Was kannst du für den Musikunterricht empfehlen?

Da ich im Moment genug Ideen habe, stelle ich alles Material selber zusammen (wie auch sonst), ich habe auch diverse Lernvideos zu den entsprechenden Übungen erstellt. Natürlich brauch ich auch ab und zu YouTube. Die SuS benötigen z.B. die Videokamera, um Übungen aufzunehmen und mir für eine Bewertung zurückzusenden, oder sie mussten die SprachmemoApp auch schon benutzen für ein GeräuscheQuiz.

Welche Chancen siehst du für den Musikunterricht durch das erzwungene E-Learning?

Das Erlernen von diversen Medienkompetenzen. Individuelles Lernen. Durch Videoaufnahmen sind gezielte Rückmeldungen möglich. Natürlich kommt es auch darauf an, wie die einzelnen SuS ausgerüstet sind gerätetechnisch und welche Unterstützung sie von Zuhause bekommen.

Lockdown-Kultur: Dein Tipp für die Quarantäne? 

Frische Luft und Bewegung, sofern das sinnvoll möglich ist. Mit Freunden und Familie telefonisch in Kontakt bleiben. Mal etwas neues kochen. Sich anderweitig beschäftigen, lesen, Musik machen etc. Ich versuche es so gelassen zu nehmen wie möglich, schliesslich haben wir genug zu Essen und auch Toilettenpapier hat es genug. 😉