Tag: SchulmusikerIn (page 1 of 2)

Die Musigturbine – Singen für alle

Singen ohne Vorkenntnisse, ohne Konzerte und ohne Verpflichtungen?

Das bietet ab Januar die Musigturbine in Kriens an.

Die Geschichte hinter der Idee

Tamara Kiener, die Gründerin der Musigturbine und ausgebildete Schulmusikerin entschied sich im Alter von 40 Jahren nochmals ein Studium zu beginnen, und schloss im Juni 2018 nach dreijähriger Studienzeit mit einem ‘Master of Arts in Musikpädagogik – Schwerpunkt Schulmusik 1’ in Zürich (ZHdK) ab.

In ihrer Masterarbeit setzte sie sich mit der Frage auseinander, wie das Konzept eines niederschwelligen Angebots aussehen muss, um die Musik im Alltag zu fördern.

Diese intensive Auseinandersetzung führte dazu, dass Tamara Kiener ein umfassendes Konzept verfasste, um das aktive Singen und Musikmachen im Alltag in ihrer Heimatstadt Kriens zu unterstützen. Ein adaptives Konzept für interessierte Gemeinden und Privatpersonen wurde zusätzlich erstellt.

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Unperfekt – und nicht perfekt. Aber gut genug.

Gastbeitrag von Leonie Bradatsch, Studentin Master Schulmusik I

Böse Zungen würden wahrscheinlich so weit gehen, mich als hoffnungslosen Fall abzustempeln. Ich bin unperfekt. Ich bin so unperfekt, dass mein Nagellack manchmal etwas abblättert oder gar einzelne Nägel ganz blank liegen. Ich bin so unperfekt, dass ich sogar Dinge vergesse, Dinge, die kein anderer auf der ganzen weiten Welt jemals vergessen würde. Meine Kleider haben oft lange und – wohlgemerkt- unbemerkt Löcher und ich laufe einfach so rum. Und ich habe Pickel! Irgendetwas an mir ist immer unperfekt. Und allmählich fange ich an, drauf zu… pardon. Es ist eine Farce, ja! Aber ich steh dazu.

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Drei Fragen an… Evelyn Plattner

Evelyn Plattner erhielt ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der Joop van den Ende Academy in Hamburg und studierte nach diversen Engagements an der ZHdK MA Schulmusik I (Abschluss: 2016). Sie steht regelmässig auf der Bühne (u.a. mit den SwingChix, den SINGERellas und The Vocats) und arbeitet als Gesangslehrerin. 

1. Was hast du zuletzt in einer Gruppe gelernt?

Beim Musical einstudieren habe ich gelernt geduldig zu sein, auch warten zu können und trotzdem, wenn es darauf ankommt, 100% zu geben.

2. Welche Lektüre kannst du empfehlen?

“Die Muse küsst- und dann? Lust und Last im kreativen Prozess” von Claudia Schuh und Heidi Werder. Die zwei Frauen schaffen es wirklich den kreativen Prozess – und vor allem, was im Menschen dabei vorgeht – aufzuzeigen. Das ist für kreative Berufe aber auch für alltägliche Prozesse sehr hilfreich zu verstehen.

3. An welchen Moment aus deinem Unterricht werden sich deine Schüler*innen auch nach dem Ende ihrer Schulzeit erinnern?

Als ich gesagt habe: „Und jetzt ihr!“ 🙂

Interview mit Esther Wild Bislin

Liebe Esther, vor Kurzem hast du die Pop-Kantate «Das Licht der Welt» für das Reformationsjubiläum mit Chor und Orchester uraufgeführt. Dein Partner schrieb die Musik, du hast die Gesamtleitung des Projekts übernommen. Wie geht’s nun weiter?

Nach einer Pause haben wir das Werk nochmals aufgeführt. Das war überaus spannend. Ich habe dies als Neuentdeckung empfunden. Das hat mich enorm motiviert. 

Grössere Projekte stehen im Moment nicht an. Die Jahresplanung ist in Arbeit.  Ich plane gerne weit voraus, möchte aber immer offen und hellhörig bleiben, um spontan auf Anlässe reagieren zu können. 

Du hast vor vielen Jahren das Schulmusikstudium an der ZHdK abgeschlossen. Woran erinnerst du dich? 

Ich durfte viele Einzelfächer belegen: Saxophonunterricht, Gesangs- und Klavierstunden, Improvisation. Davon konnte ich stark profitieren. Das Angebot empfand ich als sehr grosszügig. Auch Solmisation und Dirigieren haben mich enorm weitergebracht. Continue reading

Qualifizierung Praxismentorierende Musik an Sekundarschulen und Maturitätsschulen

Habt ihr Interesse, Studierende beim Einstieg in die Berufspraxis zu begleiten und zu mentorieren? Möchtet ihr eure Erfahrung und Praxiswissen reflektieren und weitergeben? Dann meldet euch zur Weiterbildung Qualifizierung Praxismentorat an!

Termin: Freitag, 8. Februar 2019

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Interview mit Andreas Forster

Lieber Andreas,

bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich habe an der Jazzschule, damals noch an der lauschigen Waldmannstrasse, E-Bass studiert, arbeite heute als Schulmusiklehrer, gestalte in dieser Form und teilweise als Komponist oder Arrangeur grössere Projekte wie Musicals und Openairs mit, spiele in meiner Band The Sinful Saints Bass und stehe bei meinem Soloprojekt Andy F als Frontmann auf der Bühne. Trotzdem würde ich nicht von mir behaupten, es dreht sich alles in meinem Leben um Musik. Musik ist für mich auch heute noch, wo ich beruflich täglich von ihr umgeben bin, eine schöne Nebensache und eine Möglichkeit, Geschichten und Stimmungen auf ganz eigene Weise wiederzugeben. Wohl auch deswegen entstand mein Soloprojekt Andy F, bei der die Songtexte im Zentrum stehen und die Musik ihnen sowas wie den passenden Mantel gibt.

Du bist neben deiner Lehrtätigkeit als Musiker aktiv. Welches sind deine Stilrichtungen?

Die Andy F Band, die ich egozentrisch nach mir benannt habe, weil ich anfangs tatsächlich nur solo spielte, ist stilistisch vielleicht im Bereich Singer-/Songwriter anzusiedeln – wenn auch die englische Stilbezeichnung für Mundartmusik etwas absurd ist. Während ich mit den ersten Songs, die ich für Gitarre und Gesang komponierte, noch in die Mani-Matter-Schublade gedrückt wurde – eine hübsche Schublade – ist die musikalische Vielfalt mit der Bandgrösser geworden. Auf der kommenden zweiten Platte «Morbus Google» hört man teilweise meinen Jazzhintergrund, wie auch die Beinahe-Vergötterung von Tom Waits. Manche Songs, wie die Single Lette, sind wiederum eher poppig arrangiert.
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Interview mit Mathias Geiser

Lieber Mathias, du beginnst dieses Semester mit dem SMII Studium. Bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich bin 44 Jahre alt, im Kanton Bern aufgewachsen/wohnhaft und habe zwei Buben (8- und 4jährig). Meine Frau ist Psychotherapeutin und Sozialpädagogin; ich selber habe Klassische Philologie und Musikwissenschaft studiert. Seit 14 Jahren unterrichte ich am Gymnasium Freudenberg Zürich Latein und Altgriechisch. In der (raren) Freizeit koche ich gerne und braue Bier.

Bist du musikalisch aktiv?

Ich spiele Klavier, früher auch Orgel, und singe seit gut 20 Jahren im Laienmännerchor der Berner Singstudenten. Hören tue ich vor allem klassische Musik (Steckenpferd russische Spätromantik und Frühmoderne), Pop (Schwerpunkt auf den kolossalen 80er Jahren) sowie Heavy Metal (vor allem zum Kochen). Selber spiele ich hauptsächlich klassische Musik.

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Interview mit Andrea Cattel

Liebe Andrea

erzähl uns doch zunächst etwas von dir.

Aufgewachsen bin ich im Aargauischen Spreitenbach. Nach der Matura in Wettingen, AG habe ich das Lehrerinnensemi in Zofingen, AG besucht und einige Jahre als Klassenlehrerin vor allem auf der Realschulstufe (Sek C) gearbeitet. Musik hat mich seit Kindesbeinen an begleitet und so habe ich schon früh bei musikalischen Projekten mitgemacht und später dann auch selber vor allem Chorprojekte geleitet und organisiert. Von 2009 – 2012 habe ich dann an der ZHdK studiert (Master SMII und Rhythmik/ Abschluss in Rhythmik). Das war eine sehr bereichernde Zeit und hat mich auf den richtigen beruflichen Weg gebracht. Seit meinem Abschluss 2012 beschäftige ich mich immer wieder auch intensiv mit Körperarbeit, Bewegung und Improvisation und habe diverse Weiterbildungen dazu besucht. Gerade eben, Anfang Juni dieses Jahres, habe ich das Level I des «Tamalpa Life Art Process» nach Anna & Daria Halprin in einer der europäischen Niederlassungen in Freiburg i. Br. abgeschlossen.

Wie beschreibst du deine künstlerisch-pädagogische Arbeit? Continue reading

Blog Indien – von Leila Erdin

Let you inspire by the journal of Leila Erdin. She visited the Bangalore School of Music as an exchange student from January 22 until February 11 in 2018 and wrote about her experiences and insights.

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Blog Indien – von Leila – Teil 1

22/01/2018

Das war ja ein lustiges ankommen! Übermüdet (etwa zwei Stunden Halbschlaf im Flugzeug) kam ich in Bangalore an. Zuerst musste ich ein Formular ausfüllen, dann war da eine riesige Warteschlange für alle Visum-Einreisenden. Es ging auf die indische Weise sehr langsam vorwärts, ich wartete mindestens eine Stunde. Ich hoffte, der Fahrer der Schule ist nicht schon wieder abgefahren. Ich kam zur Gepäckausgabe und da war ein sehr netter Angestellter der mir half, meinen Koffer zu finden und wollte ihn mir schliesslich transportieren helfen. Zum Glück nuschelte er etwas von Geld, daraufhin habe ich schnell dankend abgelehnt ich könne meinen Koffer selber tragen….

Den ganzen Eintrag findet ihr unter:

http://www.crossingboundariesmusically.org/category/leila-erdin/

Rückblick Praxistag Schulmusik 2018

Am Samstag, 10. März trafen sich Lehrpersonen, Studierende und Dozierende Schulmusik um das Theremin zu erleben und gemeinsam der Frage nach zu gehen, welche Möglichkeiten dieses Instrument im Schulunterricht bietet.

Coralie Ehinger, Thereminspielerin aus Lausanne, stellte die Funktionsweise und Geschichte des Instrumentes vor. Dabei wurde deutlich, wie spannend eine fächerübergreifende Zusammenarbeit im Schulunterricht sein könnte (z. B. Musik (Die Geschichte der elektronischen Musik) / Physik (Was sind elektromagnetische Wellen und wie baut man ein Theremin?) / Geschichte (Das Leben Leon Theremins als ein Stück Zeitgeschichte).

Das Theremin ist ein aufmerksames Instrument und erfordert grosse Konzentration und Kontrolle des Körpers. Selbst das Atmen wird vertont. Es funktioniert wie ein Radioapparat, die Hände sind dabei Elektrizitätsleiter und kontrollieren Lautstärke und Tonhöhe. Der Klang ähnelt manchmal einem Tierlaut, manchmal Frauengesang und ist doch nicht von dieser Welt. Continue reading

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