Tag: SchulmusikerIn (Page 1 of 2)

Online-Band-Workshops

Hinweis von Schulmusiklehrer Michael Hampel zu zwei Online-Angeboten:

1.) Bis 31.5. bietet die braintree-academy.com von Sandra Weckert aus Berlin im Kontext der Corona-Krise kostenlosen Zugang zur Online-Datenbank mit knapp 250 Tutorials fürs Musikmachen (“Kann jeder schaffen, der bis 4 zählen kann”). Einfach eine Mail an info@braintree-academy.com schicken. Details in folgendem PDF:

Das Konzept ist verbunden mit Modulen in Persönlichkeitsentwicklung (‘PEP-Basis-Kurs’ – Prozessor Empowering People), man kann aber auch nur den Musikteil machen. Weitere Eindrücke auf YouTube-Kanal > Worldwide Bigband, und im Interview und Webinar auf pioneersofeducation.online (Online-Kongress zu Bildung der Zukunft, Kongress-Videos waren bis 24.4. reigeschaltet).

2.) littlekidsrock.org

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Schule minus Musik

Zum ersten Mal in meiner 12-jährigen Tätigkeit als Schulmusiker zerfällt mein Beruf in zwei Bereiche, die sich nicht mehr vereinen lassen: In Schule und Musik.

Schule geht noch. Auch von zuhause aus, mit meinem Laptop, einem Mikrophon und einem E-Piano. Schule geht auch, wenn die Reaktion meiner Schülerinnen und Schüler nur aus Kurztexten besteht (oder im Falle meiner Maturaklasse aus Selfies, die wir als Ritual am Montag morgen in den Klassenchat stellen). Das Lehren (und das Lernen) haben sich massiv verändert. Wir sind mitten in einem Prozess, in dem viele Grundfesten des Unterrichtens neu verhandelt werden. Was mit offenen Unterrichtsformen, Digitalisierung und Individualisierung begonnen hat, wird nun turbomässig beschleunigt. Als Lehrperson bringe ich ein Angebot. Das ist schon länger so. Aber ob und auf welche Art meine Schülerinnen und Schüler dieses Angebot nutzen, kann ich in Zeiten von distant learning fast nicht mehr beeinflussen. Zwei grossen Stützen meiner Autorität sind (zumindest für den Moment) abgesägt worden: Die soziale Kontrolle und die Benotung von Leistungen.

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BandLab – Digital Audio Workstation für Schülerinnen und Schüler

Raffael Schwalt, Schulmusiklehrer an der Kantonsschule Uster, empfiehlt für das Distance Learning die App BandLab. Eine gratis DAW für mobile Geräte (iOS und Android) mit einer Web-Version (Google Chrome oder Microsoft Edge).

Das Besondere daran ist, dass Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig zu ihren Projekten einladen können und so gemeinsam (nacheinander, gleichzeitig ist nicht möglich) einen Song aufnehmen können, obwohl sie nicht im gleichen Raum sind. Die Software ist recht intuitiv, mit guten Anleitungen auf BandLab.com. Sie hat auch einen speziellen Education Zugang, mit welchem man sich als Lehrperson anmelden, Klassen erstellen und Schülerinnen und Schüler einladen kann. Hat in den ersten Versuchen recht gut geklappt. Für einige Schülerinnen und Schüler ist es aber technisch recht anspruchsvoll. Es wäre einfacher nicht im Distance Learning die Software kennen lernen zu müssen.

Musikvermittlung in Zeiten des Coronavirus

Die Schulen sind geschlossen. Lehrpersonen können nicht mehr live unterrichten. Wie sieht der digitale Musikunterricht aus?

Roger Hürlimann unterrichtet an der Oberstufe und beantwortet unsere Fragen zur Musikvermittlung.

Wie unterrichtest du gerade? Über Teams

Verwendest du Zoom oder Schabi? Nein

Erteilst du Arbeitsaufträge? Ja, ich habe bereits verschieden Aufträge selber erstellt und den SuS/Klassen verteilt.

Wie bist du mit den Schüler*innen in Kontakt? Über Teams (Chat), Mail und Smartphone.

Wie sind die Rückmeldungen deiner Schüler*innen?

Grundsätzlich positiv, da es für viele eine technische Herausforderung ist Aufträge hochzuladen etc. geht alles etwas länger. Aber die SuS scheinen Spass an den Aufträgen zu haben.

Deine Tipps zum E-Learning?

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Musikvermittlung in Zeiten des Coronavirus

Die Schulen sind geschlossen - der Unterricht findet zu Hause statt. In kurzer Zeit haben Lehrpersonen ihre Inhalte online aufgeschaltet. Schüler*innen erhalten Arbeitsaufträge, engagierte Lehrer*innen telefonieren mit den SuS, Primarschüler*innen treffen sich morgens im «grössten Klassenzimmer der Schweiz» (Schlaumeier)  und es gibt ein riesiges Angebot an digitalen Plattformen für verschiedene Fächer. Einen Überblick über alle Angebote verschafft Lernentrotzcorona, Tools und Informationen zum Lernen zu Hause empfiehlt die PHZH. Über die Chancen und Gefahren des Online-Unterrichts wird viel berichtet (z.B. NZZ, Zeit, Tagesanzeiger)
Wie sieht es mit dem Musikunterricht aus? In der nächsten Zeit wollen wir hier Musiklehrpersonen verschiedener Stufen zu Wort kommen lassen. 

Name

Susanne Huber

Welche Stufe unterrichtest du?

Fachdidaktik an der ZHdK: SMI

Musik auf der Oberstufe

Wie unterrichtest du gerade? Verwendest du Zoom oder Schabi? Erteilst du Arbeitsaufträge? Wie bist du mit den Schüler*innen in Kontakt?

Unsere Oberstufe hat allen SuS OneNote eingerichtet. Dieses Programm ist sehr einfach und bietet trotzdem viele Möglichkeiten. Ich platziere schriftlich formulierte Aufträge in meinem Ordner, setze Bilder oder Links zu Videotutorials dazu. Die SuS kommen sehr gut damit zurecht. Mit unserer SchoolApp (Alternativ-Programm zu What’s App) sind wir mit allen SuS in Kontakt. Wir sehen, wer die Nachricht gelesen hat. Zur Not lässt man auch mal das Telefon klingeln. 

An der ZHdK vermittle ich fachdidaktische Inhalte mit Zoom. Auch dies funktioniert gut. Doch vermisse ich das direkte Umsetzen der Inhalte sehr. Ich denke, Vieles geht vergessen, da kein gemeinsames Agieren erlebt wird. Ich freu mich schon jetzt auf das Herbstsemester. Da werden wir alles nachholen, das versprech ich mir!

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Die Musigturbine – Singen für alle

Singen ohne Vorkenntnisse, ohne Konzerte und ohne Verpflichtungen?

Das bietet ab Januar die Musigturbine in Kriens an.

Die Geschichte hinter der Idee

Tamara Kiener, die Gründerin der Musigturbine und ausgebildete Schulmusikerin entschied sich im Alter von 40 Jahren nochmals ein Studium zu beginnen, und schloss im Juni 2018 nach dreijähriger Studienzeit mit einem ‘Master of Arts in Musikpädagogik – Schwerpunkt Schulmusik 1’ in Zürich (ZHdK) ab.

In ihrer Masterarbeit setzte sie sich mit der Frage auseinander, wie das Konzept eines niederschwelligen Angebots aussehen muss, um die Musik im Alltag zu fördern.

Diese intensive Auseinandersetzung führte dazu, dass Tamara Kiener ein umfassendes Konzept verfasste, um das aktive Singen und Musikmachen im Alltag in ihrer Heimatstadt Kriens zu unterstützen. Ein adaptives Konzept für interessierte Gemeinden und Privatpersonen wurde zusätzlich erstellt.

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Unperfekt – und nicht perfekt. Aber gut genug.

Gastbeitrag von Leonie Bradatsch, Studentin Master Schulmusik I

Böse Zungen würden wahrscheinlich so weit gehen, mich als hoffnungslosen Fall abzustempeln. Ich bin unperfekt. Ich bin so unperfekt, dass mein Nagellack manchmal etwas abblättert oder gar einzelne Nägel ganz blank liegen. Ich bin so unperfekt, dass ich sogar Dinge vergesse, Dinge, die kein anderer auf der ganzen weiten Welt jemals vergessen würde. Meine Kleider haben oft lange und – wohlgemerkt- unbemerkt Löcher und ich laufe einfach so rum. Und ich habe Pickel! Irgendetwas an mir ist immer unperfekt. Und allmählich fange ich an, drauf zu… pardon. Es ist eine Farce, ja! Aber ich steh dazu.

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Drei Fragen an… Evelyn Plattner

Evelyn Plattner erhielt ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der Joop van den Ende Academy in Hamburg und studierte nach diversen Engagements an der ZHdK MA Schulmusik I (Abschluss: 2016). Sie steht regelmässig auf der Bühne (u.a. mit den SwingChix, den SINGERellas und The Vocats) und arbeitet als Gesangslehrerin. 

1. Was hast du zuletzt in einer Gruppe gelernt?

Beim Musical einstudieren habe ich gelernt geduldig zu sein, auch warten zu können und trotzdem, wenn es darauf ankommt, 100% zu geben.

2. Welche Lektüre kannst du empfehlen?

“Die Muse küsst- und dann? Lust und Last im kreativen Prozess” von Claudia Schuh und Heidi Werder. Die zwei Frauen schaffen es wirklich den kreativen Prozess – und vor allem, was im Menschen dabei vorgeht – aufzuzeigen. Das ist für kreative Berufe aber auch für alltägliche Prozesse sehr hilfreich zu verstehen.

3. An welchen Moment aus deinem Unterricht werden sich deine Schüler*innen auch nach dem Ende ihrer Schulzeit erinnern?

Als ich gesagt habe: „Und jetzt ihr!“ 🙂

Interview mit Esther Wild Bislin

Liebe Esther, vor Kurzem hast du die Pop-Kantate «Das Licht der Welt» für das Reformationsjubiläum mit Chor und Orchester uraufgeführt. Dein Partner schrieb die Musik, du hast die Gesamtleitung des Projekts übernommen. Wie geht’s nun weiter?

Nach einer Pause haben wir das Werk nochmals aufgeführt. Das war überaus spannend. Ich habe dies als Neuentdeckung empfunden. Das hat mich enorm motiviert. 

Grössere Projekte stehen im Moment nicht an. Die Jahresplanung ist in Arbeit.  Ich plane gerne weit voraus, möchte aber immer offen und hellhörig bleiben, um spontan auf Anlässe reagieren zu können. 

Du hast vor vielen Jahren das Schulmusikstudium an der ZHdK abgeschlossen. Woran erinnerst du dich? 

Ich durfte viele Einzelfächer belegen: Saxophonunterricht, Gesangs- und Klavierstunden, Improvisation. Davon konnte ich stark profitieren. Das Angebot empfand ich als sehr grosszügig. Auch Solmisation und Dirigieren haben mich enorm weitergebracht. Continue reading

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