Tag: Musikvermittlung (Page 1 of 3)

Interview mit Evi Barmet

Evi Barmet studierte an der ZHdK MA Elementare Musikpädagogik und arbeitet als Primar- und Musiklehrerin. Von Januar bis März 2020 unterrichtete sie in einem Schulprojekt in Äthiopien.

Auf keinen Fall sollte man das Gefühl haben, die Welt zu verbessern. Es ist viel mehr eine Weiterbildung für einen selbst … Für mich habe ich ganz viel von meinen Auslandsaufenthalten profitiert, sei es nun für meine Persönlichkeit oder auch mein Wirken als Pädagogin.

Evi Barmet

Sabine Dani: Erzähle uns von dem Projekt in Gidole. Wie lange warst du dort?
Evi Barmet: Ich war für 3 Monate in Äthiopien und habe 2 Monate davon im Schulprojekt “Berhan Learning Center” in Gidole verbracht. Mit dem Ziel, wohlhabendere und einflussreiche Familien in der Kleinstadt zu behalten, wurde diese Privatschule von Einwohner*innen in Gidole gegründet. Aktuell gibt es 5 Abteilungen in der Schule (Spielgruppe, Kindergarten 1-3 und 1. Klasse). Rund 200 Kinder im Alter von 4-8 Jahren sind an der Schule angemeldet und besuchen täglich den Unterricht.

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BandLab – Digital Audio Workstation für Schülerinnen und Schüler

Raffael Schwalt, Schulmusiklehrer an der Kantonsschule Uster, empfiehlt für das Distance Learning die App BandLab. Eine gratis DAW für mobile Geräte (iOS und Android) mit einer Web-Version (Google Chrome oder Microsoft Edge).

Das Besondere daran ist, dass Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig zu ihren Projekten einladen können und so gemeinsam (nacheinander, gleichzeitig ist nicht möglich) einen Song aufnehmen können, obwohl sie nicht im gleichen Raum sind. Die Software ist recht intuitiv, mit guten Anleitungen auf BandLab.com. Sie hat auch einen speziellen Education Zugang, mit welchem man sich als Lehrperson anmelden, Klassen erstellen und Schülerinnen und Schüler einladen kann. Hat in den ersten Versuchen recht gut geklappt. Für einige Schülerinnen und Schüler ist es aber technisch recht anspruchsvoll. Es wäre einfacher nicht im Distance Learning die Software kennen lernen zu müssen.

Medienspiegel Musik und Bewegung

Studierende und Dozierende des Profils Musik und Bewegung sind aktuell mit folgenden ausgewählten Beiträgen in den Medien vertreten: Kurzfilm zum Thema Consent, Presseberichte über die Internationalen Tage für improvisierte Musik und Poesie in St. Gallen und das Mitsingwochenende in Schaffhausen.

Selina Fässler, Joëlle Spira und Anina Weidmann, Studentinnen Trends & Identity, haben mit Amnesty International einen Kurzfilm zum Thema Consent entwickelt. Der englische Begriff consent beinhaltet dass jede sexuelle Handlung eine klare gegenseitige Zustimmung braucht. Noah Petschi, Student MA Rhythmik, unterstützte gemeinsam mit Studierenden des BA Contemporary Dance und dem Tanzwerk Zürich die drei Studentinnen bei diesem Film:

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit war für alle Beteiligten herausfordernd und spannend. «Wir wollten das Thema non-verbal darstellen, weil ‹consent› nicht zwingend verbal erfolgen muss, sondern auch körperlich spürbar ist», sagt Joëlle Spira. Die Tänzerinnen und Tänzer zeigen ausbalancierte Posen, die nur stabil sind, wenn alle Beteiligten mitwirken. Sie hätten nur die Grundposen vorgegeben und die Bewegungen seien intuitiv durch das Anpassen an die Bewegung des Partners enstanden, erzählt Spira. «Dies spiegelt, dass gegenseitige Zustimmung auf Vertrauen und Anziehung beruht und etwas ganz Natürliches ist.»

Artikel im Hochparterre

Das St. Galler Tagblatt schreibt über die Internationalen Tage für improvisierte Musik und Poesie in St. Gallen unter der Co-Leitung von Christian Berger, Studiengangsleiter MA Elementare Musikpädagogik:

Wie soll man es nennen, was sich die ersten «Internationalen Tage für improvisierte Musik und Poesie» in St.Gallen vorgenommen haben? Es entzieht sich klaren Kategorien, lässt sich nicht einfach abspulen, nicht einmal konkret vorhersehen, im inneren Ohr abrufen. Es ist, was es ist. Es wird sein, was der Augenblick eingibt. Eine Herausforderung für alle, die gern wohlsortiert denken, sagt Gallus Frei, in Sparten und Schubladen wie Text, Musik, Lesung, Konzert. Ein Abenteuer mit überraschenden Wendungen, sagt Christian Berger: eine Einladung an offene, neugierige Hörer, zusammen mit einer Lyrikerin oder einem Lyriker und zwei Musikern ins kalte Wasser zu springen – in Klang einzutauchen, auf den Wogen eines rezitierten Textes zu surfen.

Artikel im St. Galler Tagblatt

Über das Mitsingwochenende in Schaffhausen unter der Leitung von Ange Tangermann, Dozentin Musik und Bewegung, schreibt der Schaffhauser Anzeiger:

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Worldmusic 2.0

Freitag, 18. Oktober 2019, 9.00 – 15.30 Uhr

Toni-Areal, Hörsaal 1

«Sie lässt sich in kein Korsett zwängen, ist widersprüchlich und mehrdeutig. Aus ihr klingt das Chaos der Welt, die Hektik des Alltags, die Wut über Weltpolitik und Wirtschaft und die Hoffnung, sich via Musik eine Existenz zu sichern.» 1)Burkhalter, Thomas (2011): Weltmusik 2.0: Zwischen Spass- und Protestkultur. Online verfügbar unter: https://norient.com/academic/weltmusik2-0/ [25.09.2019]

Weltmusik ist ein widersprüchliches Phänomen: auf der einen Seite wird der westlich geprägte Begriff, der vor allem aussereuropäische Musik labelt und vermarktet, als koloniales Relikt kritisiert, auf der anderen Seite löst Worldmusic Dualismen von eigen und fremd, europäisch und aussereuropäisch auf und ist selbst hybrid und interkulturell. Erfüllt Worldmusic 2.0 dank der digitalen Technologien den Anspruch eines gleichberechtigten Austauschs? Hat Musik einen geographischen Ort? Wie kann musikalische Vielfalt unterrichtet werden?

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References   [ + ]

1. Burkhalter, Thomas (2011): Weltmusik 2.0: Zwischen Spass- und Protestkultur. Online verfügbar unter: https://norient.com/academic/weltmusik2-0/ [25.09.2019]

Interview mit Esther Wild Bislin

Liebe Esther, vor Kurzem hast du die Pop-Kantate «Das Licht der Welt» für das Reformationsjubiläum mit Chor und Orchester uraufgeführt. Dein Partner schrieb die Musik, du hast die Gesamtleitung des Projekts übernommen. Wie geht’s nun weiter?

Nach einer Pause haben wir das Werk nochmals aufgeführt. Das war überaus spannend. Ich habe dies als Neuentdeckung empfunden. Das hat mich enorm motiviert. 

Grössere Projekte stehen im Moment nicht an. Die Jahresplanung ist in Arbeit.  Ich plane gerne weit voraus, möchte aber immer offen und hellhörig bleiben, um spontan auf Anlässe reagieren zu können. 

Du hast vor vielen Jahren das Schulmusikstudium an der ZHdK abgeschlossen. Woran erinnerst du dich? 

Ich durfte viele Einzelfächer belegen: Saxophonunterricht, Gesangs- und Klavierstunden, Improvisation. Davon konnte ich stark profitieren. Das Angebot empfand ich als sehr grosszügig. Auch Solmisation und Dirigieren haben mich enorm weitergebracht. Continue reading

Ein Arbeitsbuch mit Musikstunden aus sieben Ländern auf multi-angle DVDs

Christopher Wallbaum (ed.): Comparing International Music Lessons on Video. OLMS: Hildesheim, New York 2018. Incl. 10 DVDs (comparing.video.)

Christopher Wallbaum

Geboren 1956 in eine protestantische Hamburger Kirchenmusikerfamilie, habe ich in an der Musikhochschule Lehramt Musik mit zusätzlichem Wahlfach Jazz studiert. Auf einer Atlantiküberquerung habe ich Geräusche und Interviews aufgenommen und das 55-minütige Radio-Feature Crossover – grundlos zwischen allen Ufern daraus gemacht, das von 5 Sendern übertragen wurde. Ich war 12 Jahre Musiklehrer in einem Modellversuch zu fächerverbindendem Unterricht, habe promoviert über Produktionsdidaktik und ästhetische Erfahrung bei Herrmann J. Kaiser und bin seit 2002 Professor für Musikpädagogik /-didaktik in Leipzig. Seit meinem Studium bei Herrmann Rauhe (Buch: Handlungsorientierter Musikunterricht) und Jens Peter Reiche (vergleichender Musikwissenschaftler) interessiert mich nicht nur, wie man welche Musik macht und unterrichtet, sondern zugleich immer auch, warum und warum so und nicht anders.

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Interview mit Andreas Forster

Lieber Andreas,

bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich habe an der Jazzschule, damals noch an der lauschigen Waldmannstrasse, E-Bass studiert, arbeite heute als Schulmusiklehrer, gestalte in dieser Form und teilweise als Komponist oder Arrangeur grössere Projekte wie Musicals und Openairs mit, spiele in meiner Band The Sinful Saints Bass und stehe bei meinem Soloprojekt Andy F als Frontmann auf der Bühne. Trotzdem würde ich nicht von mir behaupten, es dreht sich alles in meinem Leben um Musik. Musik ist für mich auch heute noch, wo ich beruflich täglich von ihr umgeben bin, eine schöne Nebensache und eine Möglichkeit, Geschichten und Stimmungen auf ganz eigene Weise wiederzugeben. Wohl auch deswegen entstand mein Soloprojekt Andy F, bei der die Songtexte im Zentrum stehen und die Musik ihnen sowas wie den passenden Mantel gibt.

Du bist neben deiner Lehrtätigkeit als Musiker aktiv. Welches sind deine Stilrichtungen?

Die Andy F Band, die ich egozentrisch nach mir benannt habe, weil ich anfangs tatsächlich nur solo spielte, ist stilistisch vielleicht im Bereich Singer-/Songwriter anzusiedeln – wenn auch die englische Stilbezeichnung für Mundartmusik etwas absurd ist. Während ich mit den ersten Songs, die ich für Gitarre und Gesang komponierte, noch in die Mani-Matter-Schublade gedrückt wurde – eine hübsche Schublade – ist die musikalische Vielfalt mit der Bandgrösser geworden. Auf der kommenden zweiten Platte «Morbus Google» hört man teilweise meinen Jazzhintergrund, wie auch die Beinahe-Vergötterung von Tom Waits. Manche Songs, wie die Single Lette, sind wiederum eher poppig arrangiert.
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Preview: Abendsfrüh

Was ist ABENDSFRÜH?

Kinder lieben Musik. Doch wo können sie diese hautnah erleben?
Wenn Kinder keine Gelegenheit haben, zur Musik zu kommen, so muss man die Musik zu den Kindern bringen – dies ist die Philosophie der Konzertreihe «abendsfrüh», welche die Datio Stiftung in Zusammenarbeit mit den Zürcher Gemeinschaftszentren durchführt. Die Erfahrung aus fünf Jahren «Szenische Konzerte für Kinder» zeigt: Musik wird am besten über eine spannende, unterhaltsame, aber auch zum Mitdenken anregende Geschichte vermittelt.
Zielpublikum sind Familien mit Kindern ab 5 Jahren. Gespielt wird nicht in den grossen Konzertsälen, sondern in Räumen der Zürcher Gemeinschaftszentren, wo Publikum und Aufführende hautnah miteinander in Berührung kommen.

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Interview mit Mathias Geiser

Lieber Mathias, du beginnst dieses Semester mit dem SMII Studium. Bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich bin 44 Jahre alt, im Kanton Bern aufgewachsen/wohnhaft und habe zwei Buben (8- und 4jährig). Meine Frau ist Psychotherapeutin und Sozialpädagogin; ich selber habe Klassische Philologie und Musikwissenschaft studiert. Seit 14 Jahren unterrichte ich am Gymnasium Freudenberg Zürich Latein und Altgriechisch. In der (raren) Freizeit koche ich gerne und braue Bier.

Bist du musikalisch aktiv?

Ich spiele Klavier, früher auch Orgel, und singe seit gut 20 Jahren im Laienmännerchor der Berner Singstudenten. Hören tue ich vor allem klassische Musik (Steckenpferd russische Spätromantik und Frühmoderne), Pop (Schwerpunkt auf den kolossalen 80er Jahren) sowie Heavy Metal (vor allem zum Kochen). Selber spiele ich hauptsächlich klassische Musik.

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