Gastbeitrag von Braida Janett, SMI-Studentin im 2. Ausbildungsjahr

Musste jemand von Euch schon mal «Luegit vo Berge und Tal» singen bei einem Bewerbungsgespräch für eine Lehrstelle oder bei der Aufnahmeprüfung ans Gymnasium? Höchstwahrscheinlich nicht. Weshalb soll denn überhaupt gesungen werden in der Schule, wenn Gesang doch – im Gegensatz zu den klassischen Fächern wie Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften – gar nichts bringt für die (Bildungs-)Laufbahn? Es liegt nahe, die Frage, ob denn der Gesang in der Schule etwas nütze, mit «Nein!» zu beantworten.

Ich persönlich jedoch, beantworte diese Frage nach der «Nützlichkeit» des Schulgesangs mit einem überzeugten «Ja natürlich nützt es etwas!». Mein «Ja» ergibt sich natürlich nicht in Hinblick auf eine mögliche Gymi-Prüfung oder auf die Lehrstellensuche. In unserer Gesellschaft, welche extrem auf die kognitiven Fähigkeiten und die intellektuellen Leistungen fokussiert ist, gerät das Emotionale, die Freude und der Genuss oft ins Hintertreffen. Aus meiner Sicht sollte aber Letzteres mindestens so sehr gewichtet werden im (Schul-)Alltag wie die klassischen Wissensfächer. Deshalb erscheint es mir äusserst wichtig, Gesang und Musik im Alltag der Schüler*innen zu fördern, sei es in der Schule oder zu Hause.

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