Bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich unterrichte seit 14 Jahren. 2010 wurde die Voice+Music Academy Zürich (www.voicemusic.ch) gegründet und ich wurde Mitinhaber. Nach dem ZHdK Masterstudium SMI (2014) haben Christian Abderhalden und ich die Geschäftsleitung übernommen.

Während dem 4-jährigen Bachelorstudium, “Integral Music Education – IME”  African, Pop und Klassischer Musik, hab ich bereits begonnen zu unterrichten. Ich habe mich immer mit Gesangstechniken auseinandergesetzt. Zuerst hat mich «Speech Level» fasziniert, mit 26 Jahren hab ich die Lichtenberger Methode kennen gelernt und dann kamen CVT und Estill dazu.

2004 hab ich bereits Chöre und Ensembles geleitet, mittlerweile hab ich drei Chöre (an der Voice+Music Academy, Gospelchor Oberengstringen, Zürich Singers’ Night Chor), leite vier Ensembles und bin Vocal Coach im Sologesang.

War von Anfang an klar, dass du Musiker wirst?

Nein. Ich hab mich allgemein für Ästhetik interessiert. Alles Schöne hat mich angezogen – alle musischen Fächer haben mir sehr entsprochen. Kunst, Mode, Musik und Design.

Eigentlich wollte ich ja Modedesigner werden. Die Coiffeurlehre, für die ich mich entschieden hab, war nicht das Richtige. So hab ich nach einem Jahr abgebrochen. Die Musik hat mich aber schon von Kindesbeinen an begleitet. Ich hab Flöte, Klavier und Geige gespielt. Doch man hat mich immer gewarnt: «Mit Musik verdienst du kein Geld!» So hab ich eine Hochbauzeichnerlehre abgeschlossen, mit dem Ziel Architektur studieren zu können. Doch schon während der Lehre hab ich die Gesangsschule kennengelernt, welche die heutige Voice+Music Academy Zürich ist und mich dort ins Singen verliebt. Nun schätze ich meine Vielseitigkeit: das Strukturierte vom Hochbauzeichner und das freie Denken des Künstlers.

Du bist neben deiner Lehrtätigkeit als Musiker aktiv. Welches sind deine Stilrichtungen?
Ich bin im Pop & Soul zu Hause. Für Chöre favorisiere ich Gospel, aber auch da hört man viel Popmusik raus. Ich selbst singe bei Invivas – einer Acappella Band aus Zürich.

Welchen Song würdest du zeigen, wenn jemand wissen möchte, welche Art Musik du machst?
Online gibt es leider noch nicht so viele Songs, bei welchen ich als Solist zu sehen, bzw. zu hören bin. Ich durfte dieses Jahr mit Invivas „Hallelujah” singen. Diesen Song gibts auf Youtube. Im neuen Jahr, also 2018 werden wir wieder vermehrt neue Videos drehen und posten. Da wird es sicherlich mal wieder ein Solo von mir geben.

Welche Ziele hast du für die Zukunft
Hmm… das ist schwierig zu sagen. Einerseits möchte ich mit Christian die Voice+Music Academy Zürich vorantreiben. Wir sind stehts bemüht unser Know-How zu bündeln und zu erweitern. In Zukunft möchte ich gerne noch mehr Coaches mit spezifischem Wissen in Gesang an unsere Schule einladen. Viele Profis finden sich in unseren Räumen und nutzen Synergien.

Und andererseits würde ich gerne mit meiner Acappella Band Invivas noch mehr unterwegs sein. Bis zu meinem 30. Lebensjahr sang ich in verschiedenen Bands und Formationen. Als ich dann das Studium an der ZHdK begonnen habe und Inhaber der Voice+Music Academy Zürich wurde, fokussierte ich mich zunehmend auf die pädagogische Tätigkeit und liess den Traum als Solosänger unterwegs zu sein, Traum sein. Als aber Invivas auf mich zukamen, haben sie mein Feuer wieder entzündet. Nun ist dies mein zweites Standbein geworden welches ich nicht missen will.

Hast du ein musikalisches Vorbild?

So spontan würd ich Stevie Wonder, Michael Jackson und allgemein Motown Music nennen. Sie haben mich in jungen Jahren geprägt. Aktuell höre ich Avery Wilson und Abbey Smith, welche hierzulande noch nicht so bekannt sind. R&B und Soul Stimmen faszinieren mich. Es geht mir nicht nur um den Sänger oder die Sängerin, sondern um den Inhalt und wie er vermittelt wird. Nicht ihr können in der Musik, sondern was die Musik mit ihnen macht, das berührt mich.

Kann man dich live erleben?

2 Responses

  1. […] Fritz Mader führte am Vormittag in die Chorarbeit ein und zeigte Möglichkeiten auf, mit ungeübten Stimmen im Pop-Chor zu arbeiten. Körperlich und stimmlich versetzte er alle in Bewegung. Als Einstimmung begleitete er alle Teilnehmer*innen mit groovigen Pianopattern. […]

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