Gastbeitrag von César Lahuatte, SMI Student im 1. Ausbildungsjahr

In Ecuador ist die Latinmusik alltäglich präsent und hat mich seit meiner Kindheit stark geprägt. Dank meiner Verwandten trat ich mit 9 Jahren in eine Musikschule ein und habe seither verschiedenste Instrumente, aber vor allem die Trompete gelernt. Um diese Leidenschaft mit einer beruflichen Laufbahn zu verknüpfen, habe ich dann in Ecuador Tontechniker studiert und nebenbei mein eigenes Homestudio aufgebaut. Bereits vor dem Studium habe ich mich für Tonaufnahmen und Arrangieren von Stücken interessiert und mir einige Grundkenntnisse selbst beigebracht.

Ab ca. 16 Jahren habe ich regelmässig in traditionellen Bands mitgespielt und begonnen, für diese Gruppen Arrangements zu schreiben. In dieser Zeit habe ich immer wieder arrangiert und mache dies auch nebenberuflich seit ich 2014 in die Schweiz gekommen bin.

Der Musikstil, mit dem ich hauptsächlich arbeite, ist die Latinmusik aus Zentralamerika. Von dort kommen die bekanntesten Lieder, die auch in ganz Südamerika gehört werden. Ein bekannter Sänger ist zum Beispiel Juan Luis Guerra aus der dominikanischen Republik. Er hat mich bereits seit meiner Kindheit inspiriert und bis heute begleitet. In meiner Interpretation habe ich zwei Ausschnitte von zwei verschiedenen Liedern genommen: Der erste Teil ist «Bachata» und der zweite «Merengue». Diese Stile gehören zu den bekanntesten in Lateinamerika.

Bei meinen Arrangements gehe ich oft so vor, dass ich das Stück etwas vereinfache, aber es so ähnlich wie möglich wie das Original klingen lasse. Trotzdem gefällt es mir, neue und je nachdem auch untypische Rhythmen, Melodien und Instrumente auszuprobieren und zu ergänzen. Da mir das Variieren von verschiedenen Stilen sehr gut gefällt, habe ich auch zwei verschiedene Rhythmen ausgesucht.

Da ich während dieser andauernden Pandemie-Krise zuhause bin, habe ich ein Ventil gesucht, um ruhig und motiviert zu bleiben: Die Musik, das Arrangieren sowie spielen und singen. So ist das Video entstanden. Mein jetziges Studium «Schulmusik I» gibt mir die Möglichkeit, verschiedenste Instrumente besser kennenzulernen und ermutigt mich damit auch, Neues auszuprobieren und dies auch zu präsentieren.

Die zwei Fragmente heissen «Te regalo una rosa» (ich schenke dir eine Rose) und «Travesia» (Überquerung). Diese Lieder habe ich ausgesucht, da sie mir musikalisch sehr gut gefallen und auch einen Bezug zu meinem eigenen Leben haben. Beides sind hauptsächlich Liebeslieder und daher habe ich die Interpretation meiner Ehefrau gewidmet.

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