Tag: MusiklehrerIn

Drei Fragen an… Evelyn Plattner

Evelyn Plattner erhielt ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der Joop van den Ende Academy in Hamburg und studierte nach diversen Engagements an der ZHdK MA Schulmusik I (Abschluss: 2016). Sie steht regelmässig auf der Bühne (u.a. mit den SwingChix, den SINGERellas und The Vocats) und arbeitet als Gesangslehrerin. 

1. Was hast du zuletzt in einer Gruppe gelernt?

Beim Musical einstudieren habe ich gelernt geduldig zu sein, auch warten zu können und trotzdem, wenn es darauf ankommt, 100% zu geben.

2. Welche Lektüre kannst du empfehlen?

“Die Muse küsst- und dann? Lust und Last im kreativen Prozess” von Claudia Schuh und Heidi Werder. Die zwei Frauen schaffen es wirklich den kreativen Prozess – und vor allem, was im Menschen dabei vorgeht – aufzuzeigen. Das ist für kreative Berufe aber auch für alltägliche Prozesse sehr hilfreich zu verstehen.

3. An welchen Moment aus deinem Unterricht werden sich deine Schüler*innen auch nach dem Ende ihrer Schulzeit erinnern?

Als ich gesagt habe: „Und jetzt ihr!“ 🙂

Drei Fragen an… Fabian Ruoss

Fabian Ruoss hat im Sommer 2018 sein Masterstudium der Elementaren Musikpädagogik an der ZHdK abgeschlossen. Er arbeitet als Musik- und Theaterpädagoge an diversen Klassen der Unter- und Mittelstufe.
  1. Was hast du zuletzt in einer Gruppe gelernt?

In den Herbstferien besuchte ich einen Tanzkurs bei Oki Degen am Forum für Musik und Bewegung in Lenk. Die Teilnehmenden waren zwischen 16 und 80 (!) Jahren alt, gemeinsam haben wir Choreografien getanzt, improvisiert, und Tänze entwickelt. Noch nie habe ich mit einer 80jährigen Frau Kontaktimpro gemacht. Wie Musik und Tanz Menschen verbindet – das lerne ich immer wieder gerne von Neuem.  Continue reading

Ein Arbeitsbuch mit Musikstunden aus sieben Ländern auf multi-angle DVDs

Christopher Wallbaum (ed.): Comparing International Music Lessons on Video. OLMS: Hildesheim, New York 2018. Incl. 10 DVDs (comparing.video.)

Christopher Wallbaum

Geboren 1956 in eine protestantische Hamburger Kirchenmusikerfamilie, habe ich in an der Musikhochschule Lehramt Musik mit zusätzlichem Wahlfach Jazz studiert. Auf einer Atlantiküberquerung habe ich Geräusche und Interviews aufgenommen und das 55-minütige Radio-Feature Crossover – grundlos zwischen allen Ufern daraus gemacht, das von 5 Sendern übertragen wurde. Ich war 12 Jahre Musiklehrer in einem Modellversuch zu fächerverbindendem Unterricht, habe promoviert über Produktionsdidaktik und ästhetische Erfahrung bei Herrmann J. Kaiser und bin seit 2002 Professor für Musikpädagogik /-didaktik in Leipzig. Seit meinem Studium bei Herrmann Rauhe (Buch: Handlungsorientierter Musikunterricht) und Jens Peter Reiche (vergleichender Musikwissenschaftler) interessiert mich nicht nur, wie man welche Musik macht und unterrichtet, sondern zugleich immer auch, warum und warum so und nicht anders.

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Interview mit Andreas Forster

Lieber Andreas,

bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich habe an der Jazzschule, damals noch an der lauschigen Waldmannstrasse, E-Bass studiert, arbeite heute als Schulmusiklehrer, gestalte in dieser Form und teilweise als Komponist oder Arrangeur grössere Projekte wie Musicals und Openairs mit, spiele in meiner Band The Sinful Saints Bass und stehe bei meinem Soloprojekt Andy F als Frontmann auf der Bühne. Trotzdem würde ich nicht von mir behaupten, es dreht sich alles in meinem Leben um Musik. Musik ist für mich auch heute noch, wo ich beruflich täglich von ihr umgeben bin, eine schöne Nebensache und eine Möglichkeit, Geschichten und Stimmungen auf ganz eigene Weise wiederzugeben. Wohl auch deswegen entstand mein Soloprojekt Andy F, bei der die Songtexte im Zentrum stehen und die Musik ihnen sowas wie den passenden Mantel gibt.

Du bist neben deiner Lehrtätigkeit als Musiker aktiv. Welches sind deine Stilrichtungen?

Die Andy F Band, die ich egozentrisch nach mir benannt habe, weil ich anfangs tatsächlich nur solo spielte, ist stilistisch vielleicht im Bereich Singer-/Songwriter anzusiedeln – wenn auch die englische Stilbezeichnung für Mundartmusik etwas absurd ist. Während ich mit den ersten Songs, die ich für Gitarre und Gesang komponierte, noch in die Mani-Matter-Schublade gedrückt wurde – eine hübsche Schublade – ist die musikalische Vielfalt mit der Bandgrösser geworden. Auf der kommenden zweiten Platte «Morbus Google» hört man teilweise meinen Jazzhintergrund, wie auch die Beinahe-Vergötterung von Tom Waits. Manche Songs, wie die Single Lette, sind wiederum eher poppig arrangiert.
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Interview mit Sibylle Dubs

Sibylle Dubs hat im Juni 2018 den Masterstudiengang Elementare Musikpädagogik an der ZHdK erfolgreich abgeschlossen. In ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der Einführung des Faches Musik bei Welcome to School. Über den Sinn und die Möglichkeiten des Elementaren Musizierens mit Jugendlichen im Asylverfahren intensiv auseinandergesetzt.

Liebe Sibylle

Erzähle uns von Welcome to School und deiner Unterrichtstätigkeit.

Welcome to School füllt eine Lücke in der Gesellschaft: Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die noch keinen Asylentscheid erhalten haben. Im Asylverfahren, das bis zu zwei Jahren dauern kann, werden Menschen über 16 Jahren, die vor Krieg, Terror oder Armut geflüchtet sind, wie Erwachsene behandelt. Und genau wie Erwachsene werden sie zum Nichtstun verdonnert. Welcome to School wurde von zwei engagierten Menschen in der Stadt Zürich gegründet und bietet Jugendlichen eine Tagesstruktur an. Am Morgen werden Fächer wie Geschichte, Mensch und Umwelt für die Schülerinnen und Schüler mit Deutschkenntnissen unterrichtet. Am Nachmittag besuchen alle Schülerinnen und Schüler Mathe, Deutsch, Musik und Handarbeit / Werken. Alle Lehrerinnen und Lehrer arbeiten ehrenamtlich.

Ich unterrichte Musik in der gelben Klasse, in der Schüler sind, die wenige bis gar keine Schulerfahrung haben. Die meisten meiner Schüler kommen aus Afghanistan. Andere kommen aus dem Iran, Eritrea und Syrien. Viele von ihnen sind schon lange auf der Flucht. Das Niveau ist sehr unterschiedlich und ist mit dem Primarschulstoff der 1. bis 5. Klasse vergleichbar. Continue reading

Interview mit Mathias Geiser

Lieber Mathias, du beginnst dieses Semester mit dem SMII Studium. Bitte erzähle zunächst etwas von dir.

Ich bin 44 Jahre alt, im Kanton Bern aufgewachsen/wohnhaft und habe zwei Buben (8- und 4jährig). Meine Frau ist Psychotherapeutin und Sozialpädagogin; ich selber habe Klassische Philologie und Musikwissenschaft studiert. Seit 14 Jahren unterrichte ich am Gymnasium Freudenberg Zürich Latein und Altgriechisch. In der (raren) Freizeit koche ich gerne und braue Bier.

Bist du musikalisch aktiv?

Ich spiele Klavier, früher auch Orgel, und singe seit gut 20 Jahren im Laienmännerchor der Berner Singstudenten. Hören tue ich vor allem klassische Musik (Steckenpferd russische Spätromantik und Frühmoderne), Pop (Schwerpunkt auf den kolossalen 80er Jahren) sowie Heavy Metal (vor allem zum Kochen). Selber spiele ich hauptsächlich klassische Musik.

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Interview mit Rahel Buschor

Im Oktober 2017 warst du an der ZHdK und hast den MA-Rhythmik Studierenden von deinen Projekten in China und Südkorea berichtet. Wo bist du gerade und woran arbeitest du?

Gerade bin ich von Seoul zurück in Beijing für ein paar Monate. Zum einen forsche ich an der Nationalen Akademie für Chinesische Theaterkunst, wo ich zwischen 2012-2016 Peking Oper Performance studiert habe, im Bereich einer kulturübergreifenden Bewegungssprache. Zusammen mit meinem koreanischen Bühnenpartner arbeite ich an einem Stück. Wir spielen mit traditionellem Bewegungsmaterial aus China und Korea, welches wir weiterentwickeln, verfremden und in einen neuen Kontext setzen.

Zum anderen bin ich als Freelancerin für die Deutsche Musikakademie tätig, welche voraussichtlich im September dieses Jahres die erste Schule in Beijing eröffnen wird. Ich coache chinesische Musiklehrpersonen, die in Zukunft an der Deutschen Musikakademie unterrichten werden. Hier geht es vor allem um die Vermittlung musikpädagogischer Grundlagen und deren praktische Umsetzung. Daneben gleisen wir erste Kurse in Musikalischer Früherziehung in lokalen Kindergärten auf. Diese Aufgabe entpuppt sich als hochspannend und herausfordernd.

Wodurch unterscheidet sich der Unterricht bzw. das Unterrichten in China zu dem in der Schweiz? Continue reading

Blog Indien – von Leila Erdin

Let you inspire by the journal of Leila Erdin. She visited the Bangalore School of Music as an exchange student from January 22 until February 11 in 2018 and wrote about her experiences and insights.

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Blog Indien – von Leila – Teil 1

22/01/2018

Das war ja ein lustiges ankommen! Übermüdet (etwa zwei Stunden Halbschlaf im Flugzeug) kam ich in Bangalore an. Zuerst musste ich ein Formular ausfüllen, dann war da eine riesige Warteschlange für alle Visum-Einreisenden. Es ging auf die indische Weise sehr langsam vorwärts, ich wartete mindestens eine Stunde. Ich hoffte, der Fahrer der Schule ist nicht schon wieder abgefahren. Ich kam zur Gepäckausgabe und da war ein sehr netter Angestellter der mir half, meinen Koffer zu finden und wollte ihn mir schliesslich transportieren helfen. Zum Glück nuschelte er etwas von Geld, daraufhin habe ich schnell dankend abgelehnt ich könne meinen Koffer selber tragen….

Den ganzen Eintrag findet ihr unter:

http://www.crossingboundariesmusically.org/category/leila-erdin/

Interview mit Miguel Camero

> Salut Miguel, wie bist du zum Beatboxen gekommen?

Ich habe mit 8 Jahren begonnen, Geräusche zu imitieren. Michael Winslow in Police Academy hat mir wahnsinnig imponiert. Der Startschuss für meine Beatboxkarriere war aber ein Beatboxstück von Vanilla Ice. Ich hab ununterbrochen geübt. Auch Turbo B von Snap und Rahzel (der GodFather of Noise) waren grosse Vorbilder für mich. Michel Courtemanche bewunderte ich für sein Talent als Komiker. Sie alle haben mich geprägt.

Aber Beatboxen alleine kann fürs Publikum monoton werden. Ich setze auf Beatboxen, Comedy und Loopen. So kann ich Kindergartenkids und Erwachsene einen Abend lang unterhalten.

> Hast du musikalische Vorbilder?

Bobby McFerrin ist nach wie vor ein grosses musikalisches Vorbild für mich.

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